Es wird hier wohl kaum wen geben der nicht schon mal das eine oder andere Computerspiel gespielt hat. Seien es nun die genialen alten Klassiker auf dem Amiga/C64, kultige PC-Spiele oder auch irgendwelche Konsolen “Zocks”. Der eine spielt mehr der andere weniger, doch dennoch unterscheiden wir uns mal wieder vom Rest der Welt, um nicht zu sagen Asien (China, Indien…).
Allgemein läuft in Asien alles etwas anders. In Korea gab es einen enormen wirtschaftlichen Boom durch die Spieleindustrie und mittlerweile bricht alles wieder zusammen, weil nur noch gezockt und nicht mehr gearbeitet wird. Gut das ist schon seltsam und krank genug, aber es kommt noch schlimmer. Während bei uns die krankhafte Daddelei noch nicht so zum Alltag gehört und auch Leute die tagelang nahezu ununterbrochen zocken, hin und wieder doch mal nachdenken und essen, schlafen etc. gibt es nun in Asien (soweit mir bekannt) bereits 3 Todesfälle. Der eine ist schon etwas länger her und ereilte einen Starcraft Profi, die anderen sind in gar nicht in allzu weiter Vergangenheit zu finden und gehen auf das Konto von World of Warcraft, wie sollte es auch anders sein. Böse Zungen mögen nun schreien: Blizzard tötet Menschen! (für all jene denen das jetzt nichts sagt: Blizzard hat die beiden Spieletitel hergestellt).
So sind wir aber nicht, denn hier finden sich durchaus begeisterte Starcraft und WoW Zocker (odere Ehemalige) die darüber auch nur den Kopf schütteln können. Dies ist auch ein Thema über das man schwerlich streiten kann, denn wer unter solch einem Realitätsverlust leidet und es nicht mal mehr schafft schlafen zu gehen, dann vollkommen übermüdet am PC stirbt, tja was soll man dazu halt noch sagen…traurig traurig.
Interessant hingegen eine etwas anderer Vergleich zwischen dem europäischen oder auch amerikanischen Spielemarkt und dem in China bzw. der Einafchheit halber ein Vergleich zwischen dem deutschen und dem chinesischen Markt. Zunächst einmal gelten in China mittlerweile recht krasse Restriktionen in Sachen Zockerei, weil eben alles überhand nimmt. So wurde bei uns erst durch die taufrischen Koalitionsverhandlungen beschlossen das so genannte “Killerspiele” womöglich bald nicht mehr vertrieben werden dürfen und zudem der Zugang zu Spielen erschwert werden soll (eine etwas kompaktere Version des Heise Artikels ist bei Krawall.de zu finden), ist dies in China bereits Gang und Gebe. Die Meinungen dazu gehen wohl auseinander (von meiner Seite aus lehne ich es als Erwachsener einfach mal ab hier “beschnitten” zu werden..längere Diskussionen dazu gerne im Kommentar), doch im Gegensatz zu uns Deutschen, interessiert es die Chinesen eher weniger ob sie nun das neuste Doom, Quake und wie sie alle heißen kaufen dürfen oder nicht. Denn hier kommt ein Faktor hinzu den viele nicht bedenken: Zigarettenkonsum!
Ja da kann man schon mal stutzen. Aber schon mal probiert Quake 3 als Kettenraucher zu zocken? Da kommt man einfach auf keinen grünen Zweig, man kann zwar gut sein, aber nicht so gut. Tja und viele Chinesen haben genau dieses Problem. Sie benötigen Spiele die man mit einer Hand bedienen kann, wie z.B. die meisten MMORPGs (MassiveMultiplayerOnlineRolePlayingGames). Da genügt die Maus und die andere Hand bedient den Glimmstängel. Wie man in diesem Spiegel-Online Artikel lesen kann, gibt auch der Hersteller eines der größten MMORPGs “Sony Online Entertainment” zu, hier einen Fehler bei der Bedienoberfläche des Spiels Everquest 2 gemacht zu haben. Dieses verkauft sich nämlich nur schlecht in China, weil man einfach beide Hände zum Zocken benötigt.
Ja da kann man schon mal erstaunt aus der Wäsche gucken wenn man das liest. Und sogleich muss das neue Softwaretechnik Progrämmchen umgestrickt werden, weil man es ja auch in China verkaufen will *hüstel*.
Ein besorgter (Gelegenheits-)Spieler…